
Der 15th World Business Dialogue hat sich mit dem Thema Konsum auseinandergesetzt. Konsum, der reinen Sache gemäß, betrachtet die ökonomische Umsetzung des biologischen Prinzips, dass jeder Mensch Güter verbraucht. Diese Notwendigkeit birgt gesellschaftliche Herausforderungen, Chancen und Möglichkeiten, denen wir uns heute bewusst stellen müssen.
Konsum ist die Essenz unseres Wirtschaftssystems und Grundbedürfnis, er ist Luxussymbol und Elendsindikator.
Er unterscheidet sich auf der Welt in seinen Ausprägungen und Grenzen. In Nordamerika und Europa werden jährlich 90 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, während jeder siebte Mensch hungert. Wir müssen umdenken, Unterschiede abbauen!
Globalisierung, technischer Fortschritt und sich verändernde Umweltbedingungen wirken sich auf unseren Konsum aus, prägen die Kulturen und bedeuten, dass der Konsum von heute nicht der von morgen sein wird.
Doch wie verändert sich unser Konsum? Erweitert werden unsere Konsummöglichkeiten beispielsweise durch die zunehmende Digitalisierung. Sie erlaubt es uns, überall und in einem völlig neuen Maße zu konsumieren. E-Commerce wird immer attraktiver und bedeutender. Doch was sind die Folgen? Brechen konventionelle Geschäftsmodelle weg? Leben wir in einer neuen Leichtigkeit des Konsums, während andere Herr über unsere persönlichen Daten sind?
Auf der einen Seite erweitert, ergeben sich auch Grenzen unseres Handels. Knappheit auf den Energiemärkten rückt immer mehr in den Fokus: die Nachfrage nach Energie steigt und das Angebot konventioneller Energiereserven sinkt. Wie kann man dem drohenden Preisanstieg unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit entgegenwirken.
Diese Nachhaltigkeit ist in aller Munde; was bedeutet Nachhaltigkeit für unseren Konsum und wie können wir sie garantieren? Nicht nur im Hinblick auf die Umwelt, sondern auch auf Generationengerechtigkeit? Wir setzen den Konsum in den kollektiven Kontext und stellen uns die Frage, wie viel auch große Volkswirtschaften konsumieren dürfen. Konsumieren wir mehr, als es eigentlich sinnvoll wäre?